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Schulkommission Rheineck befürwortet Beschulungsvertrag

Die Schulkommission Rheineck hat an ihrer letzten Sitzung über den überarbeiteten Beschulungsvertrag für den Bereich Oberstufe mit der Schule Thal beraten. Dem Beschulungsvertrag wurde einstimmig zugestimmt. Somit geht der Vertrag nun zur weiteren Behandlung in den Stadtrat welcher an seiner nächsten Sitzung darüber befinden wird.

Bereits vor Jahren habe ich an der Vorversammlung darüber informiert, dass der Erhalt der Oberstufe in Rheineck, infolge der sinkenden Schülerzahlen, gefährdet ist. Wir hofften natürlich, dass sich dieser Trend ändern und sich die Schülerzahlen stabilisieren werden. Leider ist jedoch genau das Gegenteil eingetroffen. Rechneten wir vor drei Jahren noch mit durchschnittlich 80 Schülern an unserer Oberstufe zeigt der Trend in den nächsten Jahren noch weiter nach unten. Berücksichtigen wir, dass durchschnittlich 4 – 5 Oberstufenschüler pro Jahrgang nicht in Rheineck beschult werden (Sport- und Talentschulen, Untergymnasium, Heilpädagogische Schule, Fremdplatzierungen etc.), dürfen wir mit ca. 70 - 75 Schülern rechnen.

Dies hat mich dazu bewogen, geeignete Lösungen für unsere Oberstufe zu suchen. Anfänglich wurde eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Oberstufe Thal angestrebt. Die erste Projektgruppe prüfte, ob durch einen sinnvollen Schüleraustausch zwischen Thal und Rheineck die Klassengrössen in beiden Schulen optimiert und somit die Oberstufe Rheineck erhalten werden könnte. Dementsprechend wurden auch mögliche Schnittstellenprobleme geprüft. Diese Prüfung hat ergeben, dass die beiden Schulen bereits jetzt in sehr vielen Punkten zusammenpassen würden. Dieses Projekt wurde nach mehreren Sitzungen verworfen, müsste Thal doch ca. 45 Schüler mehr nach Rheineck schicken, um die Klassengrössen an unserer Oberstufe optimal zu gestalten. Zudem waren die Schülerzahlen in den vergangenen Jahren auch in Thal rückläufig, was bedeutet, dass die Schule Thal genügend Kapazität hat, ihre Schüler in der eigenen Gemeinde zu beschulen.

Anschliessend prüften wir sinnvolle Möglichkeiten um die Oberstufe Rheineck weiter zu führen. Darunter ein Unterricht in drei Jahrgangsklassen, in welchen alle Schüler pro Jahrgang zusammengefasst und in den Promotionsfächern (Deutsch, Französisch, Englisch, Mathematik) getrennt werden. Dieses System eignet sich für Schulen denen sich durch die örtlichen Gegebenheiten kein Anschluss an eine grössere Oberstufe anbietet. Solche Schulversuche laufen zurzeit an der Oberstufe Taminatal und Quarten. Auch dort gehen die Schüler der umliegenden Gemeinden in ein gemeinsames Oberstufenzentrum. Durch die zentrale Lage von Rheineck bietet sich der Anschluss an eine andere Oberstufe natürlich an. Da wir jetzt schon eine sehr enge Zusammenarbeit mit der Schule Thal pflegen haben wir uns für einen Anschluss unserer Oberstufe an die Oberstufe Thal entschieden. Die Schulkommission und der Stadtrat waren sich einstimmig einig, dass die Zusammenarbeit mit der Oberstufe Thal aus qualitativer sowie finanzieller Sicht die bessere Lösung ist. Können die Schüler doch gemäss ihren Fähigkeiten in den richtigen Klassenverbänden beschult werden. Zudem kann ein grösseres Oberstufenzentrum natürlich auch das gesamte Angebot an Freifächern und Zusatzangeboten machen.

Ich, als Schulpräsident, wurde mit der Bildung einer zweiten Projektgruppe beauftragt. Der erarbeitete Beschulungsvertrag regelt die Zuständigkeiten sowie die Finanzen und ist auf eine Vollkostenrechnung ausgelegt. Diese Variante wird schon in sehr vielen Gemeinden angewendet und funktioniert einwandfrei. Führen doch bereits heute rund 50% der St. Galler Gemeinden keine eigene Oberstufe mehr. Sehr gut funktionierende Bespiele sind z.B. die Gemeinden Mörschwil oder Eggersriet mit St. Gallen, Rebstein mit Marbach, Wittenbach mit Berg und Muolen oder das Oberstufenzentrum Mittelrheintal mit Heerbrugg, Balgach, Berneck und Au. Auch unter Berücksichtigung der Entwicklung der Kinder steht einem Wechsel in ein externes Oberstufenzentrum nichts entgegen, im Gegenteil, dies ist ein weiterer Schritt zur Selbstständigkeit.

Anfänglich war geplant, den Beschulungsvertrag dem fakultativen Referendum zu unterstellen. Da die Schulkommission sowie der Stadtrat jedoch der Meinung sind, dass dieser Entscheid breiter abgestützt und somit von der ganzen Bevölkerung getragen werden sollte, wird auf eine öffentliche Auflage verzichtet. Es ist geplant, am Abstimmungssonntag vom 30. November darüber abstimmen zu lassen. Daher wurde der Informationsanlass vom 3. September auf den 11. November verschoben. Somit sind zu diesem Zeitpunkt alle Stimmbürgerinnen und Stimmbürger im Besitz der Abstimmungsunterlagen sowie dem Beschulungsvertrag. Zudem wird an diesem Anlass auch ein Vertreter vom Bildungsdepartement anwesend sein.

Selbstverständlich stehe auch ich jederzeit für Fragen und Anliegen bereits vor dem Informationsanlass gerne zur Verfügung. Auch kann ich verstehen, dass dieses Thema sehr viele Emotionen weckt. Konnten doch viele, wie auch ich, damals noch im Lutzenberg wohnend, von unserer Oberstufe profitieren. Ich bin aber davon überzeugt, dass wir und unsere Schüler durch die Beschulung an der Oberstufe Thal für die Zukunft nur gewinnen können.

Gleichzeitig möchte ich mich für das entgegengebrachte Vertrauen in den vergangenen Jahren bedanken und freue mich auf einen voll besetzten Hechtsaal am Informationsanlass.

Schule Rheineck
Präsident der Schulkommission
Oscar Kaufmann

oscar.kaufmann@schulerheineck.ch
Schulhaus Kugelwis
 

Datum der Neuigkeit 29. Aug. 2014

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